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Stärkung der Rechte der Kinder durch den BFH

Erben, die den Verstorbenen unentgeltlich oder gegen unzureichendes Entgelt gepflegt haben, steht zusätzlich zu ihrem persönlichen Freibetrag grundsätzlich ein Freibetrag in Höhe von 20.000 EUR für Pflegeleistungen zu.

Dieser Freibetrag wurde bisher den pflegenden Kindern verwehrt, da Kinder gegenüber den Eltern gesetzlich zum Unterhalt verpflichtet sind.

Dem Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH) vom 10.05.2017 kommt große Praxisrelevanz zu. In diesem Urteil hat der BFH entschieden, dass Kinder, die ihre Eltern pflegen, den Pflegefreibetrag im Rahmen der Erbschaftsteuererklärung in Anspruch nehmen können und dass auch dann, wenn der Erblasser zwar pflegebedürftig war aber aufgrund seines Vermögens nicht unterhaltsberechtigt war.